Luxembourg Society for Music Education
Section luxembourgeoise de l’International Society
for Music Education sous l’égide de l’UNESCO

Leo Kestenberg und die europäische Musikpädagogik Universität Luxemburg, 20. Juni 2015, Tag der Musik
Daach vun der Musekspädagogik. Tag der Musikpädagogik. Journée de pédagogie musicale.

Am 20. Juni, dem Tag der Musik, veranstaltet die Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit der Luxembourg Society for Music Education (LSME) und der Internationalen Kestenberg-Gesellschaft (IKG) eine Tagung zum Thema musikalische Bildung und ihre Vermittlung in Europa. Die LSME ist die nationale Unterorganisation der International Society for Music Education (ISME). Gegründet wurde die ISME von Leo Kestenberg, dem Reformer der Musikpädagogik, nicht nur in den deutschsprachigen Ländern.
Die Tagung in Luxemburg wird in ihrem Themenspektrum bewusst breit gehalten sein. In den Vorträgen werden Aspekte der musikalischen Bildung in ihrer historischen Dimensionierung besprochen. Der europäische bzw. globale Gedanke von Musikpädagogik im Sinne von Leo Kestenberg wird als Leitfaden auch Vorträge anbieten, die sich mit aktuellen Tendenzen und Problemfeldern befassen.
Zu den Vortragenden gehören luxemburgische Musikwissenschaftler bzw. Musikpädagogen sowie namhafte Kollegen aus dem Ausland.
Es folgt eine Auswahl der vorgesehenen Referate:
Der Ehrenpräsident der IKG Prof. Wilfried Gruhn wird einen Vortrag über die europäische Bedeutung Leo Kestenbergs halten. Der Präsident der IKG, Prof. Friedhelm Brusniak (Lehrstuhl Musikpädagogik Würzburg), wird über das Chorwesen der Weimarer Republik im Zusammenhang mit Leo Kestenberg berichten. An der Luxemburger Tagung nehmen des weiteren der zweite Vorsitzende Andreas Eschen, Stellvertretender Leiter der Leo- Kestenberg-Musikschule Berlin, und das Vorstandsmitglied Frau Dr. Anna-Christine Rhode-Jüchtern teil.
Prof. Theo Hartogh (Universität Vechta) wird sich Fragestellungen im Zusammenhang mit Musik mit älteren Menschen (Musikgeragogik) widmen.
Zwei ungarische Kollegen, Prof. János Steklács und Frau Zsuzsa Buzás,
werden sich mit einer vergleichenden Studie befassen, die der musikalischen Lesefähigkeit deutscher, luxemburgischer und ungarischer Musikschüler im Alter zwischen zehn und 14 Jahren auf den Grund geht. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern der Solfège-Unterricht in Luxemburg und in Ungarn gegenüber dem reinen Instrumentalunterricht in Deutschland dem Notenlesen förderlich ist.
Zwei junge Musikpädagoginnen aus Luxemburg werden sich mit instrumentalem Gruppenunterricht im Kindesalter befassen. U.a. wird Micky Thein zu dem Thema „Elementare Musikpraxis mit Blechblasinstrumenten in Grundschulklassen – Neue Wege des Klassenmusizierens in Luxemburg“ referieren. Bianca Hellberg wird über
"Gemeinsames Musizieren im Anfangsunterricht - Perspektiven auf das Instrumentallernen in Gruppen" sprechen.

Zu diesem Anlass werden zudem zwei musikpädagogische Publikationen vorgestellt, die im Rahmen der Zusammenarbeit der Universitäten Luxemburg und Würzburg kürzlich erschienen sind.
Die Tagung findet auf dem Campus Walferdange der Universität Luxemburg im Zeitraum zwischen 9hoo und 18hoo statt.
Bilder: 1) Leo Kestenberg
2) Szeged, mit freundlicher Genehmigung von Frau Zsuzsa Buzas